Rückmeldungen vom Gebetsbrief Oktober

Geschrieben am 02.11.2021
von Dr. Markus Arnold


Liebe Beterin, lieber Beter, 

für viele Schwangere gerät eine ganze Welt ins Wanken, wenn sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten. Von der einen auf die andere Sekunde ist alles anders. Der lang geplante Auslandsaufenthalt, der neue Job oder die Vorstellung, es in ein paar Jahren etwas ruhiger angehen lassen zu können – dann, wenn die Kinder ja bald aus dem Haus sind. Und auf einmal steht jeder dieser Pläne unter Vorbehalt. Eine ganze Lebensplanung wankt. Wie verständlich ist da ein Schreck, ein Zweifeln und der Gedanke:  „Das hatte ich mir alles ganz anders vorgestellt.“

Aber mit einem Blick weit in die Zukunft hinein lassen sich die Aufgaben nur schwerlich lösen, die sich ganz konkret im Hier und Jetzt stellen. An bestimmten Punkten kommt jeder noch so genaue Plan an ein Ende: dann, wenn er auf die Wirklichkeit stößt. Und die Wirklichkeit wiegt schwer in dem Moment, wo eine Schwangerschaft ganz konkret geworden ist – und eine bohrende Frage stellt.

Die Antwort kann nur gelingen, wenn sich der Fokus verschiebt: weg von den Gedanken über eine ferne Zukunft – und hin zu der Aufgabe, die sich heute –  jetzt ganz konkret – stellt. Denn in Wirklichkeit ist die Frage nach einer gelingenden Zukunft nicht zusammengesetzt aus hochfahrenden Plänen, sondern aus den kleinen Schritten des Alltags, den Aufgaben, an denen es sich jeden Tag zu bewähren gilt: Im Heute liegen alle Kraft und Möglichkeiten, das Morgen zu gestalten. Wenn eine Schwangere in Not das verstanden hat, wird sie nur eine Antwort auf die Frage finden können: Wie stehe ich zu meinem Baby?

In diesem Zusammenhang muss ich an eine Geschichte aus der Heiligen Schrift denken: Als Jesus Jericho durchquert, kommt er ausgerechnet beim ungeliebten Zachäus unter. Er ist ein Zöllner – aber eigentlich mehr als rechtschaffen. Jesus sieht nicht den verfemten Beruf des Zachäus, er sieht den Menschen. „Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden. (… ) Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Lk 19,9f.) Zachäus hat ganz konkret, im Hier und Heute die Möglichkeit ergriffen, Jesus nachzufolgen – der Segen des Herrn ist ihm sicher: heute, hier und jetzt;  kein Segen der abstrakten Lebenspläne, sondern ein Segen für die kleinen Schritte des Alltags.

Mit Ihren Gebeten und Ihrer finanziellen Unterstützung gehen auch Sie diese Schritte hin zu einer besseren, heileren Welt. Ihre Unterstützung macht das JA unserer Schwangeren für ihre Babys erst möglich. Ihr konkreter Einsatz heute für diese Frauen ist wertvoller als jedes hochtrabende Konzept, weil er hier und heute Entscheidungen für das Leben möglich macht. Dafür danke ich Ihnen von Herzen!

Vielen Dank,  dass Sie für Nora gebetet haben. Sie hat sich für ihr Kind entschieden und möchte demnächst ihren Arbeitgeber einweihen. Es fällt ihr noch schwer, sich zu entspannen, aber sie hofft, dass sie immer mehr zur Ruhe findet.

Der Kontakt zu Josefine, Patricia und Alina ist leider abgebrochen.

Leider hat sich Luise für eine Abtreibung entschieden.

Auch wenn scheinbar – wie in diesen Nachrichten – nur Nora die Kraft gefunden hat, JA zu ihrem Kind zu sagen, dürfen wir doch darauf hoffen, dass Josefine, Patricia und Alina vielleicht doch den Weg des Lebens eingeschlagen haben. Wir vertrauen darauf, dass bei Gott kein Gebet vergebens ist. Darf ich Sie deswegen auch in diesem Monat um Ihr Gebet für diese Frauen bitten, die womöglich gerade jetzt durch eine besonders schwere Zeit gehen?

Fest im Gebet verbunden

Ihr

Dr. Markus Arnold

 


 

GEBETSBRIEF NOVEMBER